Gebäudeautomation der Zukunft – IT-Lösungen als Grundlage für Gebäudedatennutzung

Erschienen in der “tab – Das Fachmedium der TGA-Branche” im Oktober 2020 Autoren: Stefan Schaffner / Claus Mink

Foto: sdecoret – stock.adobe.com

Gebäudeautomationssysteme sind eine tragende Säule für eine effiziente Gebäude­bewirtschaftung. Komplex wird die Aufgabe, wenn unterschiedliche Gebäude unter einer Verwaltung zusammengefasst werden sollen und aus historischen Gründen unterschiedliche GA­Systeme im Einsatz sind.

Gebäudeautomationssysteme führen die Daten einzelner Systeme wie RLT-Anlagen, Heizungstechnik, aber auch Lichtsysteme und Raumautomation zusammen, um die Bewirtschaftung eines Gebäudes energie- und kosteneffizient zu realisieren. Damit werden Gebäudeparameter in einem System zusammengeführt. Dies erlaubt es, ein Gebäude über ein übergreifendes System zu steuern und z.B. eine Fehlersuche zentral durchzuführen. Oft befinden sich in den Gebäuden einer Liegenschaft unterschiedliche GA-Systeme im Einsatz. Um ein übergreifendes Liegen- schaftsmanagement auf Basis der vorhandenen GA-Daten zu realisieren, stellt sich die Frage nach einer sinnvollen und kosteneffizienten Lösung. Die Ziele sind meist klar: Die Daten sollen die Möglichkeiten zur Energie- einsparung dokumentieren und Anomalien erkennbar machen, also kurz ein umfassendes Energiemanagement ermöglichen.

(…)

Hier geht es zum kompletten Fachartikel bei “TAB – Dem Fachmedium für die TGA-Branche”

https://profm-gmbh.de/wp-content/uploads/2020/11/tab_FBGeba%CC%88udeautomation-der-Zukunft_-tab-9-2020_Beleg.pdf

Subfolders missing on iOS and Android Mail/Outlook App after importing PST file

Moving from an IMAP based mail hosting to Office365 Exchange is easy. I changed some information in the DNS of my domain, created a user in Office365 and started using Exchange Online with my Outlook on Windows and macOS. Last but not least I exported my old mailbox in Outlook and reimported it with Outlook connected with the new Office365 mailbox. Done! – Everything works pretty well. BUT: On my iPhone, most of the subfolders in the Office365 mailbox are missing. The same problem using the native Mail app and the iOS Outlook app. WTF?

It takes me hours the find the problem and a solution.

The Problem: Folders are still tagged as “IMAP folders”

While importing a PST file originally created with Outlook connected to an IMAP mail-system into an Outlook connected to an Exchange (Online) mail-system, the problem starts. Only some of the imported subfolders were converted from an “IMAP folder” to an “Exchange folder”. I don’t know why some of them were tagged as an Exchange folder and some not. But it is as it is. It ends in trouble.

Here you can easily understand the problem: Open Outlook, select a subfolder an open the View section.

“Change View” menu for an Exchange folder –
Those folders are visible
“Change View” menu for an IMAP folder –
Those folders are invisible on iOS/Android mail-apps

The Solution: Change „PR_CONTAINER_CLASS“

And yes, you will have to do this for each folder. But the good news is, Robert Sparnaaij  (MVP für Office) created a simple VBA script to fix the whole folder structure.

Script

'This script fixes imported IMAP folders.
'It does this by modifying the value PR_CONTAINER_CLASS property;
'The value is schanged from IPF.Imap to IPF.Note.

'Script created by: Robert Sparnaaij
'For more information about this file see;
'http://www.howto-outlook.com/howto/fix-imported-imap-folders.htm

Dim i

Call FolderSelect()

Public Sub FolderSelect()
  Dim objOutlook
  Set objOutlook = CreateObject("Outlook.Application")

  Dim F, Folders
  Set F = objOutlook.Session.PickFolder

  If Not F Is Nothing Then
    Dim Result
    Result = MsgBox("Do you want to include the subfolders?", vbYesNo+vbDefaultButton2+vbApplicationModal, "Include Subfolders")

    i = 0
    FixIMAPFolder(F)

    If Result = 6 Then
      Set Folders = F.Folders
      LoopFolders Folders
    End If

    Result = MsgBox("Done!" & vbNewLine & i & " folder(s) have been fixed.", vbInfo, "Fix Imported IMAP Folders")
  
    Set F = Nothing
    Set Folders = Nothing
    Set objOutlook = Nothing
  End If
End Sub

Private Sub LoopFolders(Folders)
  Dim F
  
  For Each F In Folders
    FixIMAPFolder(F)
    LoopFolders F.Folders
  Next
End Sub

Private Sub FixIMAPFolder(F)
  Dim oPA, PropName, Value, FolderType

  PropName = "http://schemas.microsoft.com/mapi/proptag/0x3613001E"
  Value = "IPF.Note"

  On Error Resume Next
  Set oPA = F.PropertyAccessor
  FolderType = oPA.GetProperty(PropName)

  'MsgBox (F.Name & " - " & FolderType)

  If FolderType = "IPF.Imap" Then
    oPA.SetProperty PropName, Value
    i = i + 1
  End If

  Set oPA = Nothing
End Sub

How to

  1. Start your Outlook on Windows
  2. Copy the script into a text file on your Desktop and safe it as “FixIMAP.vbs
  3. You wouldn’t need any administrative rights, so it’s easy to use
  4. Double-click the .vbs file (start the script)
  5. Now your Outlook wants to know which folder should be converted
  6. Select the Exchange base top-folder you want to fix
  7. The script now wants to know if it should fix your subfolders, too.
  8. Answer with yes, because that’s the thing we want to do
  9. Depending on the size and number of folders the script will run a few seconds.
  10. That’s it. All folders should now be tagged as “Exchange folders”.
  11. Wait until your Outlook synchronized the modifications with Exchange (Online)

It’s magic …

Try to synchronize the Exchange (Online) mailbox with your mobile app. Now you should (and will) see all folders of your mailbox.

Pretty simple – if you know how …. Thanks to Robert Sparnaaij for providing the script. And thank you to Google for bringing me the right link to the information after hours.

I hope I helped you not to spend hours searching Google for a solution.

Gebäude und ihr digitaler Zwilling in der Cloud

Warum die Digitalisierung auch vor der Gebäudeautomation nicht Halt machen wird.

Die Idee, die Steuerung eines Gebäudes zu automatisieren und Regelungsaufgaben auf Computer zu übertragen, ist nicht neu. Seit Jahrzehnten werden Komponenten der Gebäudeautomation gerade in großen Bauwerken realisiert. Inzwischen hat mit SmartHome auch in unseren Eigenheimen der Computer die Kontrolle übernommen. Wie selbstverständlich erwarten wir, dass der Rollladen über das Smartphone geöffnet und die Raumtemperatur vorgewählt und optimiert erreicht werden kann.

Was im SmartHome Bereich schnell und weitgehend geräuschlos von statten ging, stellt die Industrie im Bereich der großen Gebäude als SmartBuilding vor immense Herausforderungen. Die meisten Gebäudeautomationssysteme sind als autarke und isoliert zu betreibende Einheiten in den Untergeschossen der großen Immobilien konzipiert. Entkoppelt von den übrigen IT Netzwerken fristen diese Systeme ein langweiliges und oft altertümliches Dasein. 

Die übrige Welt dreht sich aber weiter und Faktoren wie Energieeffizienz und Sicherheit von Immobilien gewinnen mehr an Bedeutung. Und diese haben nun einen direkten Einfluss auf den Wert eines Gebäudes und geraten so in das Blickfeld der Besitzer. Will man hier Verbesserungen erzielen, müssen neue Funktionsbausteine integriert werden, die mit den Daten der Gebäudeautomation umgehen und mit diesen Systemen interagieren. Es trifft neue Welt auf die alte Welt und jeder Schritt bei der Integration wird zäh und aufwändig. 

Mehrwertdienste

Macht es heute wirklich noch Sinn, Mehrwertfunktionen in jeder einzelnen Immobilie manuell zu integrieren und aufwändig mit Altsystemen zu verbinden? Nein, ganz sicher nicht. Im Zeitalter der Digitalisierung können und müssen wir andere Wege gehen, Mehrwerte für die Immobilien zu erzielen. Der Schlüssel liegt in den im Internet verfügbaren Mehrwertdiensten, deren Anzahl rapide zunimmt. Diese sind auf eine spezielle Aufgabe spezialisiert, die sie effizient und kostengünstig ausführen. 

Die eigentliche Herausforderung besteht nun darin, diese modernen Systeme mit den lokalen und oftmals proprietären Gebäudeautomations- und Gebäudeleittechniksystemen zu koppeln. Eine manuelle 1:1 Anbindung jedes Mehrwertdienstes mit dem lokalen System erscheint wenig sinnvoll, da extrem aufwändig und mit dauerhaftem Pflege- und Wartungsaufwand verbunden.

Die Lösung liegt im Grunde auf der Hand

Anstatt einzelne komplexe Systeme immer und immer wieder an proprietäre Bus- und Leittechniksysteme anzubinden, werden die Informationen eines Gebäudes über einen einzigen Kanal in der Cloud gespiegelt. Es entsteht ein digitaler Zwilling des Gebäudes und seines aktuellen Zustandes in der Private Cloud. Diese Informationen lassen sich nun einfach und über standardisierte Funktionen mit all den Mehrwertdiensten teilen. Auch der Weg zurück in das Gebäude nimmt den gleichen Weg. So werden Steuerungs- und Optimierungsinformationen zurück in die lokale Gebäudeautomation transportiert. Da ein solches System herstellerunabhängig über alle Systemgrenzen hinweg funktioniert, stellt aus meiner Sicht der digitale Zwilling des Gebäudes in der Cloud die Zukunft der Automation in der Immobilienwelt dar.

Die BAScloud (www.bascloud.net) hat seit 2018 hier einen Standard vorgegeben und eine Digitalisierungsplattform für Immobilien etabliert. Auf dieser Basis können bereits heute Mehrwertdienste mit unterschiedlichsten Systemen der Gebäudeautomation und auch der Gebäudeleittechnik verbunden werden. Diese anzubinden und zwischen den Anbietern dort zu wechseln ist heute schon weit weniger aufwändig, als den Stromanbieter im Eigenheim zu wechseln.

Autor Stefan Schaffner | 17. Mai 2019

Bildquelle: Fotolia | Datei: #225829798 | Urheber: AndSus

Die private Cloud als Option – Gebäudeautomation in Zeiten der Digitalisierung

Erschienen in der “Gebäude Digital” im Januar 2019
Autoren: Stefan Schaffner / Rebecca Bausinger

Die Digitalisierung der klassischen Gebäudeautomation eröffnet viele Chancen. Zu den Vorteilen, die sich aus der digitalen Ausrichtung einer Immobilie ergeben, zählen eine intelligente Gebäudeautomation und ein verbessertes Energiemanagement, das Einsparpotenziale zeitnah erkenn- und nutzbar macht. Damit diese Rechnung aufgeht, gilt es einige Herausforderungen zu meistern.

Die Herausforderungen, die mit der Modernisierung einer klassischen Gebäudeautomation verbunden sind, sind nicht zu unterschätzen. Zum einen erschwert die oft fehlende standardisierte Datenhaltung, -verarbeitung und -anreicherung mögliche Automatisierungsmaßnahmen. Zum anderen mangelt es an sicheren Schnittstellen für die Verarbeitung der Daten. Dies führt dazu, dass die liegenschaftsübergreifende Übertragung von Daten oder die Anbindung externer Dienste nur mit sehr hohem finanziellen, zeitlichen und manuellen Aufwand möglich ist. Liegenschaftsbetreiber und Serviceanbieter suchen darum händeringend nach zukunftssicheren Optionen, die dieses Spannungsfeld auflösen.

Hier den kompletten Fachartikel als PDF herunterladen:

(auf das Bild klicken)

Agile Software-Entwicklung: Und jetzt eine App, bitte!

Erschienen in der “Funkschau” am 10.01.2019
Autor: Stefan Schaffner / Redaktion: Axel Pomper

Softwareentwicklungsprojekte verlaufen in Zeiten digitaler Märkte selten gradlinig. Umso wichtiger, klassische und agile Entwicklungsmethoden gleichermaßen zu beherrschen und sie passgenau einsetzen zu können – etwa, wenn nach der Entwicklung eines Portals plötzlich auch eine App entstehen soll.

Hier geht es zum kompletten Fachartikel bei der Funkschau:
https://www.funkschau.de/mobile-solutions/artikel/161255

Ausschnitt aus dem Fachartikel – mehr unter https://www.funkschau.de/mobile-solutions/artikel/161255

Digitalisierung – Digitalisierung – Digitale Transformation ?

Zwei Begriffe, drei Bedeutungen und noch immer viel Verwirrung um dieses heute für uns so wichtige Thema.

Ich selbst habe täglich mit diesem Themenkomplex zu tun und die meisten Chefs der Unternehmen in Deutschland kennen zumindest diese Überschriften. Umso erschreckender ist es, dass diese Begriffe noch immer so unterschiedlich interpretiert werden. Kennt man deren Bedeutung nicht, fallen Akzeptanz und Umsetzung der Digitalen Transformation sehr schwer. Der Prozess hat längst begonnen und ist unumkehrbar. Wer rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkennt und auf den Zug aufspringt, fährt mit zur nächsten Generation der Unternehmen. Wer zu lange zögert und der Zug dann schon zu schnell ist, bleibt zurück.

Digitalisierung – Digitalisierung ?

Nein, ich habe hier nicht versehentlich zweimal das gleiche Wort geschrieben. Es ist vielmehr das Problem einer unglücklichen Übersetzung aus dem Englischen – uns fehlen im Deutschen die Worte zur Differenzierung zwischen zwei der drei Phasen der Digitalen Transformation. Im Englischen spricht man von Digitization, Digitalization und schließlich der Digital Transformation. Die ersten beiden Begriffe werden meist mit “Digitalisierung” übersetzt und somit nicht mehr differenziert.

Es ist aber wichtig, alle drei Phasen zu verstehen und vor allem zu erkennen, dass diese unbedingt aufeinander aufbauen müssen und sich dabei voneinander abhängen. Ich versuche es immer in etwa wie folgt zu visualisieren:

Die drei Phasen der Digitalen Transformation / Schaffner
DIGITIZATION

Erstellung von digitalen Abbildern von physischen Objekten.

Unternehmen gehen heute noch mit einer Menge von Papier und anderen analogen Trägern von Informationen um. Will man Prozesse digitalisieren, muss man auch die Informationen in digitaler Form bereitstellen. Das kann das Einscannen von Rechnungen in PDF genauso wie das Erstellen einer Textdatei durch Texterkennung sein.

Diese Phase bildet die Grundlage aller weiteren Schritte.

DIGITALIZATION

Abbilden und optimieren von bestehenden Geschäftsprozessen mit Hilfe von digitalen Technologien und digitalen Daten.

Liegen alle Informationen in digitaler Form vor, können auch die Prozesse digital optimiert werden. Ein klassisches Beispiel ist der Wechsel hin zu einer Personalverwaltung in Form eines im Internet bereitgestellten Portals (als SaaS – Software as a Service). Vom Arbeitsvertrag, über die Urlaubsanträge bis hin zur Dokumentation der Jahresgespräche lassen sich heute alle Prozesse rund um das Thema Personal in solchen Plattformen abbilden. Das erhöht die Effizienz, steigert die Akzeptanz und führt alle relevanten Daten an einem Punkt zusammen.

Hier lassen sich also Kosten einsparen.

DIGITAL TRANSFORMATION

Schaffung neuer Geschäftsmodelle unter
Ausnutzung der Möglichkeiten digitaler Technologien

Dann erst kann die Königsdisziplin folgen. Die Digitale Transformation. Hier geht es nicht mehr um Optimierung von Prozessen, hier kann und muss sich ein Unternehmen – zumindest zum Teil – neu erfinden. Es ist die kreative Phase im Gesamtprozess und auch die schwierigste. Ein gutes Beispiel ist das Maschinenbauunternehmen, welches seit 40 Jahren hervorragende Fertigungsmaschinen herstellt und verkauft. Es rüstet jetzt seine Anlagen mit einer vernetzten Software aus und betreibt selbst ein Portal im Internet, womit sich diese Maschinen verbinden. Freie Kapazitäten bei den Nutzern der Anlage werden gemeldet und Aufträge von anderen Nutzern, die kurzfristig diese freien Kapazitäten zur Überbrückung von Auslastungsspitzen nutzen möchten werden übermittelt. Im Ergebnis eine Win-Win-Win Situation: Der Erste Nutzer lastet seine Maschine besser aus, der zweite Nutzer kann eine Auslastungsspitze für seine Kunden bedienen und der Maschinenbauer verdient an der Vermittlung zwischen beiden. Hier wird ein weiterer Punkt im Kontext der Digitalen Transformation deutlich: Zukünftig werden eigentlich alle Unternehmen, gleich aus welcher Branche sie kommen, auch Anbieter von Software sein. (Ein wichtiges Thema, dem ich mich in einem gesonderten Blogpost widmen werde.)

Hier wird zusätzliches Geld verdient.

Zusammengefasst

Der Wandel in den Unternehmen im Kontext der Digitalen Transformation ist unabdingbar und er kommt schneller, als es sich viele Unternehmer – gerade in Deutschland – vorstellen und auch wünschen werden. Dabei ist es elementar, die unterschiedlichen Phasen und deren Abhängigkeiten zu verstehen. Das beginnt mit den Begriffen Digitization, Digitaliziation und Digital Transformation, die im Deutschen mit Digitalisierung, Digitalisierung und Digitaler Transformation übersetzt werden. Während in der Phase der Digitization, also der Bereitstellung jeglicher Information in digitaler Form, die Basis der weiteren Schritte geschaffen wird, widmet sich die Phase der Digitalization der Optimierung vorhandener Prozesse durch Digitalisierung. Die Digitale Transformation schafft hingegen gänzlich neue Geschäftsfelder und -modelle. Sie greift tief in die Strukturen der Unternehmen ein und erfordert Kreativität und die Bereitschaft, auf dem Weg zu scheitern und dann die Richtung zu wechseln, um es erneut zu versuchen. Gerade der letztgenannte Ansatz dürfte dem klassischen deutschen Unternehmertum extrem schwer fallen.

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